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10.04.2017

1.Mannschaft


Der Fuchs will aufs Foto

Mit vier Siegen aus vier Spielen hat sich der FC Nordstern unverhofft ins Aufstiegsrennen zurück katapultiert.

Von Jakob Weber

FCN-Trainerlegende Dani Lüscher ist ein Fuchs. Extrem gefährlich sei der FC Türkgücü, nicht zu unterschätzen auch die technisch starken Riehener, hochmotiviert die dicken Liestaler - nach einer 0:15 Niederlage vom letzten Spieltag notabene. Da müsse man sich auch als selbst ernannter Aufstiegsaspirant strecken.

Dass sich die Gegner in der Folge dann doch als grottenschlecht entpuppten, sei mal dahingestellt. Auf jeden Fall gelang es Lüscher mit seiner „Den Gegner stark machen“-Taktik, die Sinne der Mannschaft zu schärfen, die mit Ausnahme der ersten 30 Minuten gegen Riehen äusserst souverän agierte. Die kurzzeitige Verwirrung im Riehen-Spiel schieben wir mal getrost auf den kurzsichtigen Yugo mit der Pfeife, der da im Mittelkreis sein Unwesen trieb und so manche Regel neu erfand.

Die Resultate sprechen für sich. 6:1 gegen den früheren Angstgegner Türkgücu, 8:3 gegen den FC Riehen und 10:0 gegen Virtus Liestal. Die Highlights aus den Spielen waren, dass der türkische Torwart schon zur Pause den Dienst quittierte und fluchend den Bachgraben verliess, dass Malik Mvogo gegen Riehen das Team mit einer Sensationsparade im Spiel hielt (vom Fehler beim 1:1 spricht deswegen schon keiner mehr) und dass in Liestal das Schnitzelbrot gut schmeckt.

Es war also alles angerichtet für das Spitzenspiel gegen den Vierten Rheinfelden, die mit einem Sieg am FCN vorbeigezogen wären. „Ausgangssperre“ lautete diesmal die Vorgabe des Fuchses, der sogar einen digitalen Countdown für das (vorerst) wichtigste Spiel des Jahres einführte. Aus sicheren Quellen ist der Redaktion zwar bekannt, dass nicht alle ganz koscher geblieben sind, aber hochmotiviert waren die 15 Jungs, die sich am Sonntagmorgen im Rankhof besammelten. Soviel steht fest.

Als der Fuchs dann auch noch seinen letzten Trumpf spielte, war der Drops eigentlich schon gelutscht. „Wenn wir aufsteigen, sorge ich persönlich dafür, dass ein Foto von euch im Rankhof aufgehängt wird.“ Wer da nicht motiviert ist ;-).

Mit Ausnahme der nervösen Anfangsphase übernahm der FC Nordstern schnell das Zepter, musste sich aber bis kurz vor der Pause gedulden, bis Weitschuss VeBrim den Rheinfelder Torwart mit einem platzierten Schuss in die linke Ecke bezwingen konnte. Auch nach der Pause kam der FC Rheinfelden kaum gefährlich vors Tor des Heimteams. Dennoch gab das 2:0 von Kopfball Köbi, der eigentlich gar nicht köpfen kann, nach einer BummBummBurim-Ecke die nötige Sicherheit, um das Schiff gelinde in den Hafen zu schippern und die drei Punkte zu abzuladen.

Noch stehen weitere sechs Spiele an, um am Ende Erster oder punktbester Zweiter zu werden. Die Redaktion hat hier schon mal vorweg ein paar Argumente für den Fuchs gesammelt, damit die Spannung vor allen noch kommenden Gegnern stets hoch ist.

Je ein Bier für die Redaktion, wenn es dann am Spieltag heisst:

„Achtung. Der FC Schwarz Weiss spielt heute mit der kompletten Drittliga-Mannschaft.“

„Der FC Oberdorf hat Seydou Doumbia für den Endspurt ausgeliehen. Kein Scherz.“

„Rossoneri hat sich am Freitag mit EPO-versetztes Eigenblut gespritzt. Die rennen heute wie die Berserker.“

„Streckt euch. Die sind alle sehr gross und sehr gut bei Standards, die Riesen aus Kaiseraugst.“

Klar, aus diesen vier Spielen sind 12 Punkte fest eingeplant. Gegen die beiden Teams auf Augenhöhe Birsfelden und Diegten braucht es aller Voraussicht nach dann noch drei Punkte. Dann könnte der FC Nordstern zum ersten Mal in der jüngeren Abstiegshistorie wieder einen Schritt in die richtige Richtung machen. Ob der Fuchs schon einen Platz für das Foto gefunden hat? Hopp Nordstärn.


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